MONATSSPRUCH OKTOBER 2019
Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben! Tob 4,8 (E)

Bleibende Spuren in Mariendorf-Ost

Zur Verabschiedung von Sven Steinbach: Im Dezember 2008, also vor etwas mehr als zehn Jahren, zog es Sven Steinbach aus Herne im Ruhrgebiet in die große Hauptstadt Berlin, um in der Kirchengemeinde Mariendorf-Ost als Referent für die Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit anzufangen. Etwas mehr als zehn Jahre ist es nun her, dass er bei uns seine Arbeit aufgenommen hat. 

In dieser Zeit ist es ihm gelungen, in vielen Bereichen der Gemeinde bleibende Spuren zu hinterlassen, sodass sie an dieser Stelle gar nicht alle genannt werden können. Doch es sind mit Sicherheit zahlreiche Konfirmanden, die gerne zum Konfirmandenunterricht gegangen sind. Erkennbar ist das immer an den (überdurchschnittlich) vielen Jugendlichen gewesen, die hinterher in der Gemeindejugend als Teamer weitermachten. Fahrten nach Taizé, Schweden, Norwegen oder aufs Ijsselmeer fanden in diesen Jahren mit hoher Regelmäßigkeit statt. Die Begeisterung ging sogar soweit, dass eine Gruppe von Erwachsenen bei ihm einforderte, auch einmal eine Segeltour zu machen. Überdies hinaus wurde auch das Gemeindeleben durch viele verschiedene Projekte bereichert – in Erinnerung bleiben dabei nicht nur das spontane Benefizkonzert für die Opfer des Erdbebens in Japan, das europäische Taizé-Jugendtreffen zum Jahreswechsel 2011/2012, der Kirchentag in Berlin sowie das mittlerweile traditionelle Stadionsingen im Mariendorfer Volkspark. Auch der Späti-Abendgottesdienst oder die verschiedenen Formen des Kindergottesdienstes haben das Bild dieser Gemeinde geprägt. Wo immer Sven eine Idee hatte, suchte er sich Mitstreitende und setzte seine Vorstellungen um. Und das gelang ihm vor allem deshalb, weil er es immer wieder geschafft hat, Bindungen zu den Menschen in unserer Gemeinde – egal ob jung oder alt – aufzubauen und diese für seine Ideen zu begeistern. Er ist der Kreativpunkt der Gemeinde – ein wahrer Menschenfischer, der authentisch, offen und herzlich auf die Menschen zugeht.

Nach einer Dekade hat Sven nun die Entscheidung getroffen, unsere Gemeinde in Richtung Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg zu verlassen. Wir als Gemeindekirchenrat bedauern diesen Schritt für uns und die Gemeinde sehr, haben aber volles Verständnis für Sven, wenn er nach einer so langen Zeit an einem Ort eine neue (berufliche) Herausforderung sucht. Auf jeden Fall gilt ihm unser vollster Dank für alles, was er für die Gemeinde und für die Menschen in ihr getan hat. Beruflich wie privat wünschen wir ihm alles erdenklich Gute, viele tolle neue Erfahrungen sowie natürlich Gottes genialen Segen.

Gemeinsam mit Ihnen, liebe Gemeinde, wollen wir den Abschied von Sven Steinbach in einem Festgottesdienst am Sonntag, dem 31. März 2019 um 14.00 Uhr feiern. Sie sind ganz herzlich dazu eingeladen.

Florian Rietzl,
Vorsitzender des Gemeindekirchenrats