MONATSSPRUCH APRIL 2020:
Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.
1.Kor 15,42 (L)

Andacht für April/Mai

Leitvers für die Andacht
Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt. (1. Petr. 3, 15)

Liebe Leserin, lieber Leser,

die ersten Christinnen und Christen hatten es schwer. Sie wurden als Abtrünnige bekämpft, als Außenseiter gemieden, als Fremde abgelehnt. Im Zusammenleben mit Andersdenkenden und Anderslebenden ist die christliche Hoffnung gefragt. Es ist der Ort, wo der Glaube ein Klima hervorbringt, in dem etwas Gutes gedeihen kann. Denn wenn Christus in unserem Herzen einen festen Platz einnimmt, werden wir zur Hoffnung fähig sein.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde, die nach zwei Jahren Unterricht das Fest der Konfirmation am Sonntag Jubilate in diesem Jahr feiern und in christlicher Gemeinschaft das „Brot des Lebens“ und den „Kelch des Heils“ empfangen werden, haben am Leben und Wirken Martin Luthers ablesen können, was es bedeuten kann, Christus im Herzen zu tragen und seinem Gewissen zu folgen.

Und auch die Jubilarinnen und Jubilare, die sich bereits zum fünfzigsten Konfirmationsjubiläum am ersten Sonntag im Juni, Trinitatis, angemeldet haben und noch anmelden werden, bringen zumeist ähnliche Glaubens- und Lebenserfahrungen an diesem Tag mit. Diejenigen, die kommen werden, um sich des Tages zu erinnern, an dem sie sich ihrer Taufe vergewissert haben, denken in der Regel dankbar zurück und freuen sich, dass Christus in ihrem Leben vorangegangen ist und ihr Herz erfüllt hat.

Doch wie viele werden sich an diesen Tag nicht erinnern und ihn auch nicht festlich begehen, wie viele haben sich aufgegeben und sagen: Es hat doch alles keinen Sinn! Wozu aufstehen und nicht liegen bleiben? Wozu Vertrauen fassen, wenn man abgelehnt wird?

Die Botschaft des ersten Petrusbriefes jedoch sagt uns: Wer sich Christus zu Herzen nimmt, ist mit einer starken Hoffnung für die Menschen erfüllt. Ein gelähmter Mann blickte immer in dieselbe Richtung, wo niemand für ihn da war. Er hatte keinen Menschen. Dann begegnete ihm Christus, die Hoffnung in Person, und mutet ihm die Frage zu: „Willst du gesund werden?“ Der Gelähmte bekam den Mut, darauf zu achten, was er wirklich für sich brauchte und wollte.

Viele Menschen, die nur in die Hoffnungslosigkeit starrten, haben in dem Augenblick wieder gehofft, als sie gefragt wurden, ob sie gesund werden wollen. Und was für den einzelnen gilt, das ist auch für die Gemeinschaft wichtig.

Veni creator spiritus!
Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist!

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit,
Pfarrer Helmut Schmelzer

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